Sozialverband feiert Weihnachten

WEDEL. Paula (6) ist ein bisschen aufgeregt. Kein Wunder, denn gleich hat sie mit ihrer Kindertanzgruppe "Die Tweenis" einen Auftritt vor 150 Zuschauern. Die Steppkes im Alter von fünf bis zehn Jahren gehörten bei der traditionellen Weihnachtsfeier des Ortsverbands Wedel des Sozialverbands Deutschlands (SoVD) zu den Programm-Höhepunkten. Mit Tänzen zu Shakiras "Waka waka" oder dem "Monstersong" ernteten die Mädchen ordentlich Applaus.

150 Mitglieder kamen in das Schulauer Fährhauses. Bärbel Porschek (kleines Foto), erste Vorsitzende, und Renate Ott-Filenius, zweite Vorsitzende, hoben "die tolle Zusammenarbeit und das faire Miteinander in ihrem Ortsverband" hervor. Sehr erfreut zeigte sich das Duo über die steigenden Mitgliederzahl. Porschek verwies allerdings darauf, dass dieser Anstieg gleichzeitig "ein schlechtes Licht auf unseren Sozialstaat werfe". Insgesamt 870 Mitstreiter hat der SoVD- Wedel aktuell.

In ihrer Rede dankte sie zahlreichen Wedeler Unternehmen, ohne deren Hilfe, so Porschek, "die Weihnachtsfeier nicht möglich gewesen wäre". Zu den Spendern gehört auch die Stadtsparkasse Wedel, die durch Vorstandsmitglied und Ehrengast Josef Musil vertreten war. Zu den Ehrengästen gehörten Wedels Stadtpräsidentin Sabine Lüchau, Annegret Behrmann vom Seniorenbeirat und die erste Vorsitzende des SoVD-Kreisverbands Pinneberg, Heike Lorenzen. Von den 22 Ortsverbänden im Kreis sei Wedel der drittgrößte, so Lorenzen anerkennend.

Doch nicht Zahlen und Fakten standen während der Feier im Vordergrund, sondern das gesellige Miteinander. So gab es für das Führungsduo des SoVD-Wedel auch ganz andere lobende Worte: Die mit viel Liebe gestaltete Tischdeko entlockte den Gästen ein "das habt ihr wunderbar gemacht". Zudem bekam jeder einen bunten Teller nebst Schoko-Nikolaus mit nach Hause. Liebhaber der plattdeutschen Mundart kamen bei dem Vortrag von Hans Werner Wilhelm aus Heist auf ihre Kosten. Den musikalischen Kontrast zu den "Hetlinger Deerns" bildete der Männer Gesang Verein Frohsinn von 1874 aus Schenefeld. Unter der Leitung von Werner Achs gaben sie Weihnachtsklassiker wie "Oh du fröhliche" und Lieder wie "Ich bete an die Macht der Liebe" zum Besten und bekamen, wie die Tweenies", viel Applaus.

Die "Tweenies" tanzten während der Weihnachtsfeier

Foto: ckh

Bericht im wedel-schulauer tageblatt vom 29.11.2011